#IranProtests: Islamische Republik versucht, iranische Medienmachende im Exil einzuschüchtern

In Politik und Wirtschaft

Die Sicherheitskräfte und die Justiz der Islamischen Republik haben den Druck auf die iranischen Journalisten und Journalistinnen, die ihren Sitz außerhalb des Iran haben und arbeiten, verstärkt. Der Druck ist angesichts der zunehmenden internationalen Besorgnis über den Status der Menschenrechte in dem Land entstanden.

Iranische Journalisten berichteten der International Federation of Journalists (IFJ), dass mindestens sechs ihrer Kollegen und Kolleginnen, die für Medien außerhalb des Landes arbeiten, kürzlich Einschüchterungen und schwere Schikanen von der iranischen Regierung gemeldet haben.

Ein Journalist eines persischen Fernsehsenders mit Sitz in Europa sagte der IFJ: “Die Sicherheitskräfte haben kürzlich meine Eltern angerufen, sie einbestellt und sie aufgefordert, mich zu überzeugen, meine Karriere hier zu beenden.”

In einem anderen Fall wurde die Familie eines Journalisten gewarnt, dass “wenn Ihr Sohn seinen Job nicht kündigt, werden unsere Agenten ihn mit Gewalt in den Iran zurückbringen”.

Früher wurden auch andere Maßnahmen ergriffen, um iranische Journalisten und Journalistinnen im Exil einzuschränken und einzuschüchtern. Dazu gehören willkürliche Festnahme und Inhaftierung von Familienangehörigen im Iran, die Beschlagnahmung von Pässen und Reiseverboten, illegale Überwachung von Journalisten und Journalistinnen und ihren Familien sowie die Verbreitung gefälschter und diffamierender Nachrichten, die sich an Einzelpersonen, insbesondere an weibliche Journalisten richten.

Während der großen Protestwelle im Iran, die seit Samstag, dem 16. November, laufen, hat das Regime durch einen fast kompletten Internet-Shutdown versucht, Berichterstattung über die Demonstrationen und gewaltige Auseinandersetzungen zu verhindern.

Bei diesen Protesten, deren Auslöser Verdreifachung des Benzinpreises war, wurden laut unabhängigen Quellen etwa 270 Menschen getötet.

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